Der Gebrauch einer Schleppleine
Als erstes zu dem Material
Das Material der Schleppleine sollte aus hochwertigem Segeltauwerk sein je hochwertiger umso einfacher im Umgang mit der Leine.
Das Material wird sehr stark beansprucht es schleift ja fast nur auf dem Erdboden und über diese Reibung, schleißt das Material ab es wird sehr rau, brüchig und saugt sich mit Wasser voll.
Durch die Brüchigkeit des Materials nimmt es sehr viel Buschwerk und Zweige mit sich das ist lästig, so das es sich auszahlt eben auf sehr gutes Material zu achten.
Bei dem Karabiner achte ich auch auf ein Material das nicht rostet. Für die Stärke des Seils achte ich bei kleinen Hunden darauf, das 6 mm Durchmesser genommen wird und ca. 6-10 m Länge, bei mittleren Hunden nehme ich 8 mm Durchmesser und ca. 6-10 m Länge, und bei großen Hunden nehme ich 10 oder 12 mm Durchmesser und auch 6 – 10 m Länge.
Jetzt der praktische Umgang mit der Schleppleine
Als erste Grundregel:
Mindestens ein Jahr Schleppleine, sichert dem Hund 10 Jahre Freilauf.!
So lernt der Hund in jungen Jahren das jagen nicht, und wir können ihm so ein freies sicheres Leben bieten.
Gehen wir als erstes von einem jungen Hund aus.
Die ersten Wochen die er bei uns ist folgt er uns wie ein Schatten.
Wir könnten ihm viel sicheren Freilauf bieten wenn wir gleich mit der Schleppleine anfangen.
So gewöhn er sich von Anfang an , das er eine Schleppleinen zwischen seinen Pfoten hat.
Wenn wir mit einer Schleppleine arbeiten, legen wir dem Hund ein gut sitzendes Brustgeschirr an, nicht mit einem Halsband arbeiten !
Auch für unsere Hände ist es von Vorteil wenn wir mit dünnen Handschuhen arbeiten, mal davon abgesehen das die Schleppleine wenn sie auf dem Boden schleift ständig sandig nass und schmierig ist.
Es eigenen sich Handschuhe besonders aus dem Reiterbedarf sehr gut, sie liegen sehr gut an, man kann sie auch im Sommer tragen und mit diesen Handschuhen lässt sich die Schleppleine auch sicher gut in der Hand führen.
Natürlich nehmen wir passend zur Größe des Hundes das Material der Schleppleine so, das es wenn wir auf die Leine treten sie nicht unter unserem Schuh durchrutscht und wir sie mit dem Fuß gut halten können.
Zu Beginn halten wir die Leine noch in der Hand, um jetzt erstmal dem Hund zu zeigen was wir eigentlich von ihm wollen.
Wir halten die Leine noch etwas kurz in der Hand, rufen den Hund und zupfen ihn mit der Leine zu uns heran, bestätigen mit Worten, und lassen die Leine wieder etwas locker, und wieder rufen wir seinen Namen und holen durch leichtes zupfen an der Leine den Hund zu uns heran.
Hat er das begriffen,…..
Jetzt lassen wir “die komplette Leine „ auf den Boden fallen und wir achten darauf das dieLeine immer ohne Knoten und Schlaufen ist. (nichts haben wir inder Hand)
Wir achten jetzt nur auf unseren Hund.
Wir lassen den Hund einfach laufen, zu Beginn der ganzen Übung lassen wir den Hund ganz dicht bei uns laufen, treten wir mit dem Fuß in unmittelbarer Nähe des Hundes immer wieder auf die Leine.
Der Hund bremst abbruppt ab, dreht den Kopf in unsere Richtung, und wir sprechen ihn freundlich an, er kommt in unsere Richtung ich bestärke ihn manchmal mit einem Leckerchen, oder mit meiner freundlichen Stimme, wenn er bei mir angekommen ist.
Ich achte darauf dass der Hund sich in meiner unmittelbaren Nähe befindet sich nicht zu weit von mir entfernt.
Verlange aber kein Hier, Ran oder Fuß oder sonstige Signalworte spreche den Hund nur mit seinem freundlich Namen an.
Nur körperliche Nähe und die Aufmerksamkeit das ich auch noch da bin, das verstärke ich mit manchmal einem Leckerchen, oder mit freundlichen Worten.
Der Hund soll lernen dass wir nur gemeinsam gehen, und dass wir nur gehen wenn wir Kontakt miteinander haben, und das muss unbedingt positiv ablaufen.
Wenn der Hund mit seinen Gedanken nicht bei mir ist, schnüffelt und seinen Weg geht erinnere ich ihn daran das ich auch noch da bin, wechsle die Laufrichtung, drehe mich einfach um und gehe in die entgegengesetzte Richtung, wenn ich das früh genug anfange und übe, wird der Hund mir immer folgen, und mit der Zeit darauf achten wo ich hin gehe.
Ich verhalte mich ganz ruhig, nicht hektisch
Keine Drohungen zum Hund, kein ich habe dir doch gesagt, kein herumreißen an der Leine,
nur abwarten bis der Hund wieder auf meiner Höhe ist sich neutral verhält, ruhig zeigt Kontakt zu mir aufnimmt und mit mir in Verbindung steht, spreche ich ihn ruhig freundlichen an.
Jetzt lassen wir ihn wieder laufen, achten auf den Hund treten immer dann auf die Leine wenn er mit der Nase und den Gedanken ganz wo anders ist, ändern immer mal die Richtung und stören den Hund immer mal mit einem Stopp.
Den Hund immer erst mit seinem Namen ansprechen.
Reagiert er nicht, ein Tritt auf die Leine ein freundliches Gesicht in Richtung Hund abwarten bis er sich zu uns bemüht, ein Leckerchen ein freundliches Wort und mit lauf lauf wieder frei geben.
Diese ganze Prozedere machen wir so lange bis wir auf der einen Seite gelernt haben unsere Füße zu sortieren ohne uns auf die Nase zu legen, und auf der anderen Seite bis der Hund entspannt in unserer Nähe läuft und immer wieder von alleine Kontakt mit uns aufnimmt.
Ab jetzt kann die Schleppleine etwas entspannter über den Erdboden gleiten.
Der Hund hat gelernt immer wieder zu schauen wo wir sind, also kann der Abstand mit dem darauf treten auch etwas länger dauern. Der Hund kann auch mal schnuppern, aber alles in einem Bereich ungefähr die Hälfte der Schleppleine immer im Auge haben, sonst wird es schwierig den Hund zu bremsen.
Wenn wir das Ende der Schleppleine sehen und es kommt eine Situation den Hund bremsen zu müssen, haben wir fast keine Chance den Hund zu halten, der Schwung und das Gewicht der Leine halten wir dann nicht mit den Füßen, das müssen wir immer im Kopf haben, den Hund nie so weit vor lassen !!!!!
Also immer frühzeitig reagieren und immer ganz ruhig auf die Leine treten, keine Hektik aufkommen lassen das kommt bei unserem Hund als Schwäche an, und schwach wollen wir uns doch nicht zeigen,wir sind doch die beschützende Bezugsperson, auf die sich unser Hund verlassen kann.
Wenn uns andere Menschen entgegen kommen dann bin ich immer so korrekt dass ich natürlich einen Teil der Schleppleine nahe am Hund in die Hand nehme, so das der mir entgegenkommende Mensch sehen kann das ich den Hund auf der einen Seite im Griff beziehungsweise an der Leine habe.
Denn das ist nicht zu sehen wenn die Leine auf dem Boden liegt und ich nur darauf trete.
Das Arbeiten mit der Schleppleine muss für mich und den Hund zu einer Selbstverständlichkeit werden, egal wo ich mich befinde.
Nur so bekomme ich eine sichere Routine im Umgang mit der Leineführigkeit und im Umgang mit der Schleppleine.
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